„Gelungener Ganztag ist einer, wo die Kinder gerne hingehen“

Shownotes

Links und Hintergründe:

Interviewpartner*innen: Sarah Jäger, Julia Nierstheimer, Dr.in Anna-Maria Seemann Moderation: Laura Vorsatz, Dominik Eichhorn Redaktion:**Sabrina Schleicher, Ann-Christine Pilder **Produktion: Laura Vorsatz, Feminismus mit Vorsatz Musik: slip.stream Track: „Gold Sitting“, Riverdeep Mountaindue Coverdesign: Büro Gestalten

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00:00:03: Ich wünsche mir immer, dass wir Ganztag tatsächlich als den ganzen Tag also integrativ

00:00:08: begreifen.

00:00:09: Ich glaube das Ganztage und Schule auch generell endlich anerkennen muss, dass Kreativität Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft viel viel wichtiger ist als Leistung alleine.

00:00:21: Gelungener Ganztags ist ein Ganztak wo die Kinder gerne hingehen.

00:00:26: Willkommen zu einer Sonderfolge von Transformator der Podcast für eine kulturelle Bildungslandschaft live aufgenommen, auf der BKJ-Zukunftskonferenz.

00:00:36: Zielebündeln Zukunftsgestalten.

00:00:39: Kulturelle Bildung im Ganztag zwischen Rechtsanspruch Kooperation und Praxis am zweiten Juni, in Berlin.

00:00:49: Die BKj Zukunftskonference versammelte rund einhundertzwanzig Akteurinnen aus Kommune Landes- und Bundesministerien Verwaltung Wissenschaft Schule kultureller Bildung sowie weiteren nonformalen Bildungsbereichen, Trägerstrukturen, Verbänden und Interessensvertretungen sowie Schülerinnen und Eltern aus aktuellem Anlass.

00:01:11: Ab dem ersten August, für neue eingeschulte Grundschulkinder gilt in Deutschland der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

00:01:21: Er wird in den Folgejahren bis zum Jahr- und Zwanzig schrittweise auf alle Kinder der Klassen eins bis vier ausgeweitet, um fast acht Stunden Betreuung an Werktagen sowie Ferienbetreuung mit Ausnahme von maximal vier Schließwochen.

00:01:37: Gemeinsam mit verschiedensten Akteurinnen des Ganztags ging es in dieser Zukunftskonferenz darum, zahlreiche Fragen zu beantworten.

00:01:46: Wie kann ganz takünftig so gestaltet werden, dass er qualitativ stark kooperativ unnachhaltig ist und spielt kulturelle Bildung dabei eine tragende Rolle?

00:01:58: Mit dem Live-Podcast klang der erste Konferenztag aus.

00:02:02: Moderiert von Laura Vorsatz diskutierten Julian Niersteimer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen.

00:02:12: Sarah Jäger mit Glied des Landesjugendbeirats Rheinland-Pfalz.

00:02:15: Und Doktorin Anna Maria Seemann, Lehrgangsleitung der Akademie für Ganztagspädagogik.

00:02:21: Sie diskutierten erste Ergebnisse und zentrale Impulse aus dem ersten Konferenztag und gaben eine Einordnung welche Rolle insbesondere auch Kommunen spielen sollten, um einen qualitativen Ganztag mit kultureller Bildung zu ermöglichen.

00:02:38: Wir – das ist die Fachstelle Kulturelle Bildung im kommunalen Bildungsmanagement bei der BKJ der Bundesvereinigung Kulturelles Kinder- und Jugendbildungen.

00:02:48: Wir sind Teil des Fachnetzwerks für Kommunales BildungsManagement, dass vom Bundesministerium für Bildung Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiiert wird.

00:02:59: Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie kann kulturelle Bildung in kommunalen Strukturen verankert werden?

00:03:05: Mehr dazu packen wir euch in die Show Notes.

00:03:08: Ich bin Dominik Eichhorn von der BKJ und ich begleite euch durch diese Reihe.

00:03:20: Herzlich willkommen zu Transformator, der Podcast für die kulturelle Bildungslandschaft.

00:03:25: Heute mal als Live-Podcast also tatsächlich Transformator vor Ort mit Stimmen aus der Ganztagspraxis.

00:03:33: Wir befinden uns heute auf der Zukunftskonferenz Ganztag der BKJ.

00:03:37: Ab August gilt der Rechtsanspruch auf Ganztage Das heißt es ist nicht mehr die Frage ob Ganztak kommt.

00:03:42: das ist schon beantwortet.

00:03:44: Es geht wirklich darum wie Kann der aussehen, wie kann das gut werden?

00:03:47: Dass Kinder und Jugendliche auch wirklich davon profitieren.

00:03:51: Ich bin Laura Vorsatz und begegne dem Thema bewusst aus fragender Perspektive.

00:03:56: mein Kind ist zweieinhalb Jahre alt.

00:03:57: Das heißt mit Ganztag hatte ich jetzt persönlich noch nicht so viel Berührung.

00:04:01: allerdings wenn es jetzt um meinen Freundinnenkreis angesprochen hat zu was dieser Podcast also wozu da gesprochen wird hatte tatsächlich jede eine Meinung dazu.

00:04:11: deswegen werden jetzt meine Fragen auch ein bisschen grundsätzlicher sein, damit eben auch alle Menschen die jetzt vielleicht nicht so wie sie hier alle die größte Expertise haben den Podcast folgen können.

00:04:22: Nichtsdestotrotz haben wir ja für meine grundständigen Fragen dann die geballte Expertis sicher auf dem Podium sitzen.

00:04:29: Ich

00:04:29: begrüße euch hier einmal, haben wir Julia Nirstheimer.

00:04:33: Du vertrittst dir die Perspektive der kulturellen Bildung bis Vorstandsmitglied bei der BKJ und kommst vom Bundesverband der Jugendkunstschulen- und Kulturpädagogischen Einrichtungen.

00:04:45: Hier zu meiner Rechten Dr.

00:04:46: Anna Maria Seemann.

00:04:47: du bist Lehrgangsleitung an der Akademie für Ganztagspädagogik und zweite Bundesvorsitzende des Ganztagsschulverbands.

00:04:55: Du bringst heute vor allem die Perspektive auf die Qualifizierung von Fachkräften mit.

00:05:00: Also welche Menschen brauchen wir im Ganztag, damit gute Zusammenarbeit unterschiedlichster Berufsgruppen auch gelingen kann?

00:05:07: Und dann haben wir hier auf dem Podium noch Sarah Jäger.

00:05:10: Du bist Mitglied des Landes Jugendbeirats in Rheinland-Pfalz und machst aktuell aber dein freiwilliges kulturelles Jahr im Stadtteil Kulturzentrum in München, und bist hier auf der Konferenz für die Schülerin Perspektive unterwegs.

00:05:24: Schön dass ihr da seid!

00:05:27: Sarah, an

00:05:28: dich geht

00:05:28: auch direkt die erste Frage.

00:05:30: Und zwar möchte ich gern von dir wissen wann sich Ganztag für junge Menschen aus deiner Sicht wirklich sinnvoll anfühlt

00:05:37: und wo es

00:05:37: sich eben wirklich auch von Schule unterscheiden sollte?

00:05:42: Ich glaube ganz generell wenn wir Ganztak anschauen ist für uns ganz wichtig einfach dass wir selbst mitbestimmen dürfen.

00:05:48: gerade im Ganztack haben wir wesentlich mehr Spielraum als normalen Schulalltag Und dementsprechend sollte da ganz klar sein, dass wir mitentscheiden dürfen was wir für Inhalte sehen wollen.

00:05:59: Was wir vielleicht für kulturelle Angebote haben.

00:06:01: Wann wir sie haben wollen wie wir Sie haben wollen.

00:06:04: Vielleicht auch wie lange?

00:06:05: Wie wir selbst Pausen noch einplanen können.

00:06:07: ich glaube das gehört alles zu einem selbstbestimmten Alltag und das auch was ganz klar ganz Tag unterscheiden sollte.

00:06:15: Kannst du das an einem Beispiel festmachen, wie genau diese Mitbestimmung aussehen könnte?

00:06:20: Das

00:06:21: kann ganz partizipativ geschaltet werden.

00:06:23: Also es kann ... von dem Anfang der Mittagspause irgendwie sein, dass man die Schüler erst mal fragt hey welches Projekt wollt ihr denn jetzt konkret machen?

00:06:31: und dann könnte man drüber abstimmen mit entweder einer Schulvollversammlung wie es oft in Schülervertretungen gemacht wird oder ganz generell in anderen Formaten.

00:06:39: Die sich auch vielleicht junge Menschen überlegen können weil das gehört auch dazu sich selbst zu organisieren und selbst auch entscheiden zu wollen.

00:06:46: wie wollen wir entscheiden?

00:06:47: also wirklich bei Punkt eins anzufangen mit Partizipationen

00:06:52: Und du selber hast du Ganztag erlebt in deiner Schülerinzeit?

00:06:57: Ich war von der ersten bis zur vierten Klasse im Ganztage und hab das auch geliebt.

00:07:01: Aber ich glaube, als kleines sehr junges Kind hat man noch mal ganz andere Ansprüche an Ganztagen.

00:07:08: Auch meine Mutter hat es irgendwann als richtig empfunden mich bei der weiterführenden Schule dann aus dem Ganztak rauszunehmen.

00:07:13: Das war für mich eine große Umstellung.

00:07:16: Dementsprechend habe ich meine Erfahrungen damit aber sie sind auf jeden Fall lange her.

00:07:21: Okay.

00:07:22: Dann würde ich erst mal Julia mit dir weitermachen und zwar an dich die Frage, welche Rolle kann kulturelle Bildung in einem qualitativ starken Ganztag spielen?

00:07:33: Also

00:07:33: ich würde mich natürlich freuen wenn kulturele Bildung selbstverständlicher Teil des Ganztags wäre so dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben unabhängig von ihrem Wohnort, unabhängt von ihrem Elternhaus

00:07:47: möglich

00:07:48: Vielfältigen und breiten Zugang zu verschiedenen Möglichkeiten der kulturellen Eigentätigkeit, der kulturellen Rezeption zu haben.

00:07:59: Und auch Orte zu besuchen an denen kulturelle Bildung stattfindet und nicht den ganzen Tag in die Schule zu verbringen.

00:08:08: Das hattest du im Vorgespräch erwähnt dass dir

00:08:11: auserschulische

00:08:12: Orte besonders wichtig sind?

00:08:14: Warum also?

00:08:15: was sind da die Vorteile für Kinder- und Jugendliche?

00:08:18: Also ich glaube am besten kann man das nachvollziehen, wenn man so einen aus der schulischen Ort mal betreten hat.

00:08:27: Zunächst einmal sind die von der Ausstattung her besser geeignet bestimmte

00:08:34: Künste

00:08:36: durchzuführen.

00:08:37: einfach die haben schöne Materialien, die haben Staffelahen.

00:08:40: aber häufig ist es auch so dass da so ein anderer also die Jugendlichen beschreiben das häufig selber als Atmosphäre.

00:08:47: oder Es ist so eine kreative Atmosphäre, auch von Orten, die selbst gestaltet sind.

00:08:54: Wo man mehr Wachen irgendwie darf... ...die anders sind!

00:09:00: Und was würdest du sagen?

00:09:02: Kann Kulturelle Bildung beitragen, damit es eben nicht einfach nur als Zusatzangebot wahrgenommen wird?

00:09:09: Kulturell Bildung ist Teil der Persönlichkeitsbildung Und sie kann Schulalltag vielfältiger gestalten.

00:09:18: Im Prinzip gibt es ganz viele Möglichkeiten, wie sich kulturelle Bildung einbringen kann.

00:09:27: Wir erleben das ja schon aktuell.

00:09:29: Es gibt Arbeitsgemeinschaften, es gibt Projektwochen... ...es gibt aber auch Formate die verschiedene Alltagssituation durchdringen und auch Umgebungen gestalten können und die auch participative Methoden haben, die auch altersgerecht sind.

00:09:48: Die relativ niedrigschwellig sind, wo man halt auch relativ schnell sich einbringen kann schöne Ergebnisse dann hat, die aber selbst gestaltet sind.

00:09:59: Anna ich glaube da kannst du mit deiner Perspektive ganz gut anknüpfen.

00:10:03: Du bist ja letztendlich dafür zuständig die Menschen dafür auszubilden dass sie dann im Ganztag vor allem also auch diese Erfahrungen irgendwo möglich machen können.

00:10:12: Aus dieser Sicht zum Thema Qualifizierung, welche Menschen braucht es denn aus deiner Sicht für diesen qualitativ starken Ganztag?

00:10:21: Und was braucht es damit all diese unterschiedlichen Fachkräfte auch gut zusammenarbeiten können.

00:10:27: so Stichwort multiprofessionelle Zusammenarbeit.

00:10:31: Gutes Stichworte!

00:10:33: Ich würde mal einen ganz kleinen Schritt zurückgehen.

00:10:35: ich wünsche mir immer dass wir Ganztags tatsächlich als den ganzen Tag also integrativ praktisch begreifen, also nicht hier Schule und Unterricht.

00:10:43: Und da dann der Nachmittag oder das was angehängt wird sondern sollte möglichst das Ganze sein.

00:10:49: Also einfach das Setting die Möglichkeiten die Angebote die Kinder- und Jugendliche über den Tag hinweg von morgens bis in den Nachmittage hinein erleben.

00:10:58: Da gehören finde ich total wichtig der Hinweis auf die außerschulischen Bildungs- und Lernorte auch unbedingt dazu.

00:11:06: Aber und jetzt kommt die Antwort auf die eigentliche Frage.

00:11:10: Daher gehören natürlich zunächst mal auch die Lehrkräfte zu diesem multiprofessionellen Team, dazu gehören die pädagogischen Fachkräfte Erzieherinnen Assistenten Sozialpädagogen.

00:11:22: Wir haben aber auch viele Quereinsteiger im Ganztag.

00:11:25: Das ist auch die Hauptzielgruppe mit denen ich zu tun habe in Fortbildung.

00:11:29: Darüber hinaus haben wir aber viele andere Akteure Experten Aus Sport, Kultur und Kunst.

00:11:36: Wir haben ehrenamtlich.

00:11:37: also das ist tatsächlich ein ganz bunter Mix aus Menschen, aus Professionen, aus Hintergründen die im Ganztag zusammenkommen.

00:11:46: Und was sie brauchen um gut miteinander arbeiten zu können Das ist zunächst mal Zeit Um sich kennenzulernen, um gemeinsam zu überlegen was brauchen denn die Kinder und Jugendlichen?

00:11:58: Was wollen wir ihnen dann?

00:11:59: Was können wir ihnen

00:12:00: bieten,

00:12:01: um sie zu begleitenden ihrer Entwicklungen zu fördern.

00:12:05: In Bildungsangebote zu machen Beziehungsangeboten zu machen.

00:12:09: Das muss alles entwickelt werden in Konzepten immer wieder in Überlegungen, in Qualitätsentwicklung vor Ort.

00:12:15: Ich glaube das ist eine ganz zentrale Ressource die da zur Verfügung stehen muss und sie brauchen aber natürlich auch, das ist gar nicht... Überall so.

00:12:24: selbstverständlich war natürlich auch die Bereitschaft, wirklich zusammenarbeiten zu wollen und sich auf andere einzulassen.

00:12:31: Also wenn ich von der Schule ausgehe mit anderen Menschen, die da vielleicht vor zwanzig Jahren noch nicht selbstverständliche über den Schulhof mitgegangen sind ... Das muss ich natürlich auch wollen und mich darauf einlassen zu sehen, das sind ja auch noch weitere, was gutes, sinnvolles schönes beitragen können und mit denen ich mich im Idealfall einfach zusammensetze um eben gemeinsam zu gucken wie gestalten wir dann so diesen Tag, die Woche das Jahr.

00:12:56: Du hattest im Vorgespräch gesagt, dass viele Menschen am Ganztag ihre eigene Rolle erst mal klären müssen also in dieser Qualifizierung und den Fortbildungen, dass sie sich erstmal mit ihrer Rolle bewusst werden müssen.

00:13:07: was genau meinst du damit?

00:13:10: Naja das klang ja hier bei dieser Konferenz schon immer an.

00:13:14: Was für ein großes Potential der Ganztage einfach hatten guter Ort für Kinder und Jugendliche zu sein wo sie Erfahrungen machen können, wo sie Neues entdecken können.

00:13:23: Bildung erfahren vielleicht auch Zugänge erhalten zu Themen, zu Räumen die Sie sonst nicht haben würden wenn sie nicht das an diesem Ort im Ganztag erleben würden.

00:13:35: also es ist ein riesengroßes Potenzial und das ist aber auch beispielsweise zentral dass sich Kinder da tatsächlich wohl fühlen Und das heißt, dass die Menschen, die Kinder da über den Tag hinweg begleiten für diese Kinder und Jugendlichen eine ganz zentrale Rolle haben als Bezugspersonen.

00:13:51: Als möglichst auch verlässliche Menschen, denen sie sich auch ein Stück weit vielleicht anvertrauen können... bei denen sie sich geborgen fühlen und so weiter.

00:14:00: Und ich erlebe, dass gar nicht so jedem der da tätig ist tatsächlich bewusst ist was ein großes Potenzial diese Menschen haben also für die Beziehung aber eben auch für Bildungsarbeit und sei es vielleicht auch dafür Netzwerke herzustellen Kooperation zu ermöglichen.

00:14:15: Also das ganz viel möglich.

00:14:18: Aber ich muss mich da auch erstmal sozusagen sehen in dieser Rolle Dass ich dafür verantwortlich bin und dafür auch gebraucht werde.

00:14:27: Darf ich da kurz vielleicht was hinzufügen?

00:14:28: Weil wir gerade eh schon über das Potenzial von Ganztag auch gesprochen hatten.

00:14:32: Finde ich einfach auch noch mal wichtig zu sagen, was Ganztags denn vor allem sein sollte also vor allem nicht eine Verlängerung von Schule und Verlängerungen von Unterricht sondern vor allem nochmal so ein zusätzlich außerschulischer Ort an dem Kinder- und Jugendliche einfach lernen können wie Kultur funktioniert wenn Wir eh schon genug arbeiten und später, wenn die Kinder und Jugendlichen aus der Schule rauskommen.

00:14:55: Und Arbeitszeit für alle auch nicht mehr kürzer wird.

00:14:58: Deswegen ganz wichtig ist das Kinder- und Jugendliche vor allem im Ganztag auch einfach Kinder und Jüngliche sein dürfen.

00:15:06: Was bedeutet das dann ganz konkret?

00:15:08: Einfach vor allem sich ausleben, also ich finde kulturelle Bildung ist etwas Kreatives.

00:15:13: Heißt immer experimentieren, ausleben und rausfinden wenn man selber isst was man ausdrücken will was die eigene Stimme sagt Und ich glaube das ist ganz wichtig für Kinder das so früh wie möglich rauszufinden.

00:15:25: und wenn wir ihnen den Rahmen dazu geben können dann ist es doch besonders schön einfach

00:15:31: voll.

00:15:32: Du hast mir vorhin schon ein bisschen die Vorlage gegeben in die Konferenz rein.

00:15:36: Wir wollen ein bisschen darüber sprechen, welche Ergebnisse sich hier heute so zusammengetragen haben.

00:15:42: eine Frage in die Runde was hat euch heute besonders beschäftigt überrascht oder vielleicht sogar zum Umdenken gebracht?

00:15:50: Ich glaube, worüber ich auch als langjährige SchülerInnenvertreterin noch nicht viel nachgedacht habe oder zu selten nachgedachte ist.

00:15:59: Dass wir nicht nur als Kinder und Jugendliche unser Leid plagen, dass wir nicht genug mitbestimmen dürfen das wir nicht ernst genommen werden sondern ich glaube, dass ich auch heute gemerkt hab... im Austausch mit so vielen anderen Fachkräften, teilweise Lehrerinnen auch und einfach Leute die in diesem Bereich arbeiten.

00:16:14: Dass wir es alle irgendwie nicht leicht haben.

00:16:16: aber ich glaube ist ganz wichtig dass nicht nur die Erwachsenen so auf uns schauen und sagen okay wir verstehen eure Perspektive will versuchen euch mit einzubeziehen sondern vielleicht wie auch als Kinder- und Jugendliche sagen ok Wir sehen das ihr auch was ändern wollt und wir sollten das gemeinsam angehen.

00:16:33: Möchtet ihr da etwas

00:16:34: hinzufügen?

00:16:36: vielleicht das eher noch bestätigen und untermalen.

00:16:40: Also hängen geblieben ist, unter anderem auch der Satz heute Morgen.

00:16:43: Gelungener Ganztag ist ein Ganztak wo die Kinder gerne hingehen.

00:16:47: Und des Thema Bindungspersonen also dass es total wichtig ist langfristige Beziehungen aufzubauen und die Möglichkeit zu haben die aufzubauern.

00:16:58: zur anderen Person ich sage das jetzt mal etwas labiet da als zu Lehrern und Eltern, im Gleichaltring.

00:17:06: Und das ist natürlich in dem Moment, in dem die Kindheit weiter institutionalisiert wird auch eine staatliche Verantwortung, dass diese Möglichkeit weiterhin besteht.

00:17:19: Ich würde auch daran noch mal anschließen vielleicht an diese beiden Themen Partizipationen von Kindern und Jugendlichen einerseits aber auch kulturelle Bildung – das ist ja hier das Thema.

00:17:29: beide Themenbereiche Also kenne ich natürlich.

00:17:33: Und die kommen auch in seinen Qualifizierungsangeboten durchaus vor, aber ich nehme hier schon noch mal mit, dass man beiden wohl auch noch gut und gerne mehr Raum geben kann als sie bisher vielleicht haben und auch nochmal mehr ... Das macht das gemeinsame Gespräch hier und auch die Vernetzung und das Kennlernen ganz gut möglich, dass wir noch einmal so einen sehr schönen großen weiten Blick über die Vielfalt der Akteure bekommen.

00:18:00: bringt das auch noch mal so ins Nachdenken, wo man da einfach diese Möglichkeiten... besser vermitteln kann, weil ich bei vielen Themen oft den Eindruck habe dass wir eigentlich ganz viel wissen und es gibt ganz viele tolle Projekte.

00:18:13: Ganz viel Best Practice oder Good Practice.

00:18:16: Beispiele.

00:18:17: aber ist schwer das so wirklich in die Breite und an die einzelne Schule oder Den einzelnen Standort zu bekommen und dann nochmal drüber nachzudenken.

00:18:25: Das würde ich auch noch mal mitnehmen wie man jetzt diese beiden Themenpartizipation einerseits aber kulturelle Bildung auch im weiten Sinne noch mehr tatsächlich an die Menschen bringt, mit all den Potenzialen.

00:18:37: Und auch vielleicht die Frage so wie kann ich das strukturell bei uns oder organisatorisch verankern?

00:18:41: Wie kann ich es finanzieren?

00:18:42: Da hängt ja viel dran und das kann ich mir ganz gut vorstellen.

00:18:47: Noch mal auf kommunaler Ebene gefragt also die sind ja im Grunde dafür verantwortlich ab August dann wirklich umzusetzen was das Land sich überlegt hat.

00:18:57: Und es wird einfach eine Herausforderung für die unterschiedlichsten Akteurinnen zusammenzuarbeiten.

00:19:02: Schulen, Dreher, kulturelle Bildungsverwaltung – alle müssen irgendwie versuchen an einem Strang zu ziehen.

00:19:08: Wo seht ihr denn die größten Missverständnisse zwischen diesen Akteuren?

00:19:16: Also ja ich versuch's mal!

00:19:18: Ich weiß nicht ob das jetzt wirklich Missverständnissen sind aber wir reden schon... Immer noch sehr stark von den Systemenschulen hier.

00:19:27: auf der einen Seite Kinder- und Jugendhilfe, jetzt sind wir nochmal in einem anderen Bereich mit Akteuren aus der kulturellen Bildung.

00:19:34: Das sind immer so verschiedene Systeme und dann haben wir heute auch gehört dass es da nochmal die Verwaltung gibt, die nochmal eigene Logiken verfolgt Differenzen, die es da gibt oder Herausforderungen in der Zusammenarbeit, die man nachvollziehen kann.

00:19:49: Die historisch gewachsen sind auch und eine gewisse Systemlogik mit sich bringen.

00:19:55: Aber ich denke trotzdem oft dass die eigentlichen Ziele, die alle dabei verfolgen gar nicht so weit weg voneinander sind.

00:20:05: Es begegnet uns immer ein eher negatives Bild von Schule Ein bisschen auch als der Gegensatz zu dem außerschulischen Zuangeboten der kulturellen Bildung.

00:20:15: Auch da ist mir klar, wo das herkommt und dass das ein Stück weit seine Berechtigung hat bei dem Schulsystem wie wir es heute Fehlerorts vorfinden.

00:20:23: aber ich wünsche mir immer noch so einen positiveren Ansatz oder einen positiven Blick auf Schule wie Schule sein könnte wenn man sie nämlich als eine gute Ganztagsschule denkt.

00:20:36: Julia magst du da was

00:20:37: hinzufügen?

00:20:38: Wir haben halt so viele Stakeholdergruppen in diesem System, dass man manchmal Sorge hat, dass diejenigen, um die es eigentlich geht, die Kinder aus dem Blick verliert.

00:20:54: Alle, die am Ganztag beteiligt sind, blicken aus ihrer jeweiligen Fachexpertise auf das Feld Aber natürlich auch aus dem Blick ihrer jeweiligen spezifischen, rechtlichen förderpolitischen personellen Rahmenbedingungen.

00:21:16: Und die sind alle berechtigt und sie sind alle wichtig!

00:21:19: Wir brauchen aber auch – vor allem die Kommunen!

00:21:25: Die Kommunen müssen halt in der Lage sein... und bleiben also auch finanziell in der Lage sein, das zu schultern.

00:21:35: Und dazu gehört auch die außerschulischen Träger der kulturellen Bildung zu erhalten – ich spreche ja jetzt gar nicht vom Ausbau, obwohl wir es eigentlich bräuchten wenn wir wollten dass wir einen flächendeckenden Anspruch auf kulturelle Kinder- und Jugendbildung im Ganztag verwirklicht haben wollen, aber wir haben im Moment eine finanzielle Lage in der man sich kaum noch traut mehr zu fordern.

00:22:05: Und ich glaube das ist einfach eine Herausforderung von der eigentlich keiner ein Königsweg hat.

00:22:14: genau weiß, so geht's.

00:22:16: Man kann das letztendlich vor Ort versuchen, so gut zu gestalten wie man es eben kann und schauen dass die Rahmenbedingungen dafür besser werden.

00:22:29: also einfacher in der Kooperation einfacher in der Verwaltung einfacher In den formalen Bedingungen die vielleicht Anerkennung auf Augenhöhe erschweren.

00:22:43: Und hast du Beispiele vor Augen, wo das schon in die richtige Richtung läuft?

00:22:49: Ja.

00:22:49: Es gibt ... Immer einige Beispiele finde ich, wo das besonders gut läuft.

00:22:54: Ich würde die aber ungern so als dass jetzt das eine Best Practice Beispiel zitieren.

00:23:00: also was jetzt wenn ich es aus Jugendkunstschulsicht formuliere und versuche es ein bisschen abstrakter zu formulieren gutläuft dann sind das in der Regel langfristig angelegte Partnerschaften Partnerschaften, die wachsen können.

00:23:17: Wo man sich gemeinsam auf Wege begibt auch mal Experimente wagt und wenn man das kontrastiert nicht von Schuljahr zu Schuljah, von Fördertopf zu Fördertopf gehen sondern eben auf Dauer gestellt sind ganz abstrakt.

00:23:36: Wir haben in Berlin mit der Jugendkundschulförderung, das würde ich jetzt aber nicht als bundesweites Best Practice Beispiel zitieren wollen.

00:23:43: Sondern als ein Beispiel wo es vielleicht besser gelungen ist als anderswo aus Jugendkundchulsicht, kulturelle Bildung in Schule zu verankern isst In Berlin mit dem Berliner Modell wo eben in jedem Bezirk eine Jugendkunstschule auch verortet ist, die da auch für Schulkooperationen innerhalb des Bezirkes zuständig ist und dann eben in den beiden Ressorts Kultur- und Schule.

00:24:11: Auch ordentlich mit personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet ist das ein Positivbeispiel.

00:24:19: aber es gibt auch viele andere wo es auch gut läuft und wo andere Ressortzuschnitte sich zusammengetan haben.

00:24:28: Und wenn man so ein konkretes Projekt sucht, kann man auch schauen beim Mixed-Up-Wettbewerb der BKJ, wo auch einfach viele gute Projekte ausgezeichnet werden.

00:24:40: Aber gleichzeitig – deshalb gibt es ja auch die Mixed

00:24:43: Up

00:24:43: Kickoff Förderung – haben wir auch Regionen, wo wir noch Nachholbedarf

00:24:48: haben!

00:24:49: Ich glaube, das Wort verlässliche Förderung hat mir auch gerade so ein bisschen gefehlt.

00:24:54: Einfach weil Finanzierung ja eh so wichtig ist.

00:24:56: Du hattest es grad schon gesagt aber was ich besonders wichtig finde ist dass wir wissen, dass diese Finanzierung da ist und dass sie aber auch da bleibt.

00:25:03: Das ist bei kultureller Bildung meiner Meinung nach... wirklich echt nicht so gut.

00:25:08: Jedes Jahr fragen sich die Hauptakteurinnen dann, können und wollen wir uns das weiter leisten?

00:25:13: Und ich glaube, dass sollte bei kultureller Bildung gar nicht überhaupt erst Frage sein!

00:25:18: Ich glaube es ist Bestandteil von Grundbildung und wir können uns nicht jedes Jahr erneut überlegen ob wir das fördern wollen oder ob wir es fördern müssen sondern es muss einfach eine verlässliche Finanzierung geben und das natürlich von Bund, Land und Kommune.

00:25:32: aber auch die Schulen müssen da natürlich ein Augenmerk drauf legen.

00:25:37: Genau, wir haben jetzt hier auf dem Podium auch schon oft angesprochen.

00:25:39: Es geht um viele einzelne Angebote die dann irgendwie diesen Ganztag bespielen sollen.

00:25:45: wie kann es denn gelingen das daraus tatsächlich ein zusammenhängendes Angebot wird für Jugendliche und Kinder?

00:25:51: also um wieder so ein schönes Stichwort zu nennen Netzwerk orientierte kommunale Bildungslandschaft ist ja letztendlich die Zielsetzung.

00:26:01: Ich glaube es ganz wichtig dass wir einfach uns alles zusammen an einen Tisch setzen und alle Stimmen mit einbezogen werden.

00:26:08: Also vor allem muss ich natürlich sagen, dass mir ganz wichtig ist das junge Stimme mit ein Bezogen werden weil die wie gesagt so oft auch einfach fehlen.

00:26:16: aber ich glaube es ist auch noch viel wichtiger dass wir aus diesem schulischen Kontext so ein bisschen auch rausdenken unter andere Akteurinnen mit Einbeziehen und sagen okay wir wollen ständige außer schulische Partner im kulturellen Bereich zum Beispiel.

00:26:30: Wir haben regelmäßige Planungstreffen mit denen Austausch und einfach eine gute ständige Kooperation, die das und eine gute Arbeit im Endeffekt möglich macht.

00:26:40: Durch Kooperation Koordination und Vernetzung.

00:26:44: Vielen Dank!

00:26:46: Ja genau das sind natürlich die Stichworte.

00:26:49: aber da ist es eben auch nochmal wirklich wichtig dass wirklich auch Schulleitungen und Lehrkräfte das als ihr Thema mit betrachten und sich darauf einlassen, sich Partner zu suchen mit anderen zu reden.

00:27:00: Und sich einfach auch die Zeit zu geben – ich glaube was an vielen Schulen, das ist Stichwort Koordinierungsvernetzung, die waren jetzt dabei.

00:27:07: Da fehlen glaub' ich auch Menschen, die dafür einfach die Zeit haben!

00:27:11: Ich mache immer wieder die Erfahrung dass es wirklich an vielen Schulen so ist, dass die Lehrkräfte nicht wirklich genau wissen was, also wenn wir jetzt so von offenen Modellen oder Kooperationsmodellen im Ganztag sprechen.

00:27:23: Nicht wirklich wissen, was am Nachmittag eigentlich passiert und die Kräfte am Nachmetag aber auch nicht wirklich wissen wie funktioniert denn eigentlich Unterricht und Schule heute?

00:27:32: Auch so Bezug auf Fragen, sowas machen sie dann?

00:27:34: Also wie viel singen die da um Unterricht?

00:27:36: bewegen die sich genug?

00:27:38: Was ist wirklich diesen Tag über...was erlebt das Kind oder der Jugendliche?

00:27:45: Und das wäre ja eigentlich die Voraussetzung, sich eben diesen ganzen Tag inklusive der Kommune den Angeboten anzukungen.

00:27:52: Ich glaube, dass es vielleicht gar nicht wirklich an Gelten mangelt und dafür war das was du Julia beschrieben hast ja ein gutes Beispiel.

00:27:59: also wenn man die Ressourcen, die da sind einfach noch stärker bündelt und ressortübergreifend auch agiert und guckt wo kann man denn jemanden an Schule holt oder auch mal raus gehen?

00:28:09: ich muss ja auch nicht alles in der Schule stattfinden lassen ich muss auch nicht immer alles vom schulischen Personal begleiten lassen für Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, sondern ich kann ja auch tatsächlich woanders hingehen und umgekehrt.

00:28:22: Ja.

00:28:23: Julia ist das auch... Das was eben nicht so gut läuft in puncto sich auf Augenhöhe begegnen also Zwischenschule-Lernenden und dann den Menschen die den Ganztag gestalten oder beziehst du dich da auch noch auf andere Dinge, die da einfach nicht so good laufen obwohl man sich eigentlich auf Augen Höhe begegnen sollte damit es gelingt?

00:28:45: Naja, ich würde das jetzt nicht pauschal sagen wollen.

00:28:48: Das ist so oder das ist anders!

00:28:51: Es gibt gelegentlich immer mal wieder Fälle in denen sich zum Beispiel kulturpädagogische Akteure in ihrer jeweiligen Fachlogik dann nicht ernst genommen fühlen.

00:29:05: die kommen dann als freie Mitarbeitende in die Schule kriegen den Schlüssel in die Hand gedrückt Und das wäre halt schon schön, dass eben Kooperation mehr ist als nur den Schlüssel in die Hand gedrückt zu kriegen.

00:29:20: Sondern dass man wirklich ein gemeinsames Konzept hat und eben wie Anna das angedeutet hat, dass jeder das Kind kennt quasi um das es geht!

00:29:32: Sarah, kannst du vielleicht die Vision ein bisschen ausmalen?

00:29:34: Woran das Kind dann merken würde oder der Jugendliche.

00:29:38: Dass

00:29:39: alle Akteurinnen zusammenarbeiten und dass die Lehrende einen Plan davon haben was da am Nachmittag eigentlich veranstaltet wird

00:29:46: Ja auf jeden Fall.

00:29:47: wir haben heute in unserem Forum eine ganz spezielle Methode benutzt Und zwar haben wir Rollenkarten bei gezogen Auf denen die Teilnehmenden dann eine Rolle quasi hatten.

00:29:58: also da stand zum Beispiel Ella hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und mag große Gruppengefüge nicht zum Beispiel.

00:30:07: Es waren wirklich ganz verschiedenste Perspektiven.

00:30:09: Und da ist auch noch mal aufgefallen, dass kulturelle Bildung viel besser auf das Individuelle eingehen kann.

00:30:17: Deswegen glaube ich, dass Schülerinnen daran merken würden, dass sie individueller gefördert werden.

00:30:22: Dass man einfach mehr merkt, dass der Augenmerk auf den Bedürfnissen im starren System das Lehrer in verfolgen müssen.

00:30:33: Wenn wir jetzt schon mal dabei sind, Visionen auszumalen würde ich euch gerne fragen... Wir stellen uns vor!

00:30:39: Wir treffen uns in fünf Jahren wieder.

00:30:42: Woran würden wir dann erkennen?

00:30:43: dass der Ganztag sich in die richtige Richtung entwickelt hat?

00:30:48: Also ich stelle mir vor, dass dann in fünf jahren es gar nicht mehr so eine Frage ist Gibt's Ganztag, geht mein Kind dahin oder nicht?

00:30:57: Sondern dass es eher ein selbstverständlicher Teil geworden ist.

00:31:00: Und zwar aber dadurch, dass der Ganztage eben so'n guter Ort ist an dem Kinder gerne sind wo sie auch ... ihre Freundinnen und Freunde treffen können, diese Freundschaften leben.

00:31:15: Und ja einfach so vielfältige Angebote aber auch freie Zeit zum Rückzug und all das was wir halt zu über den Tag hinweg brauchen dass sie das da erfahren und gut aufgehoben sind.

00:31:26: Das ist ein selbstverständlicher Uterteil des Aufwackens geworden ist das auch von Eltern noch mal stärker akzeptiert heute zumindest mancherorts noch der Fall ist und daran, ja das wäre so eine Vision.

00:31:42: Dann wären wir schon einen deutlichen Schritt weiter und vielleicht von allen in der Schulfamilie auch so gesehen wird also dass es eben nicht mehr so ein Add-on am Nachmittag ist sondern ganz klar ist wie gestalten den Tag für die Kinder von morgens bis in den Nachmittage hinein gemeinsam?

00:32:00: Ich glaube mir wäre auch noch wichtig zu sagen, dass Ganztag auch irgendwann hoffentlich allerspätestens in fünf Jahren anerkennt.

00:32:07: Dass Kinder und Jugendliche einfach Expertinnen ihres eigenen Lebens- und ihrer eigenen Perspektive sind.

00:32:13: Ich glaube das Ganztags- und Schule auch generell endlich anerkennen muss, dass Kreativität, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft viel wichtiger ist als Leistung alleine

00:32:26: Absolut, dann füge ich jetzt noch die Fachkräfte der kulturellen Bildung hinzu.

00:32:29: Dann wünsche ich mir für die, dass der Ganztag in fünf Jahren ein attraktiver Ort ist um auch dort zu arbeiten!

00:32:40: Super vielen Dank.

00:32:42: Morgen versammelt ihr euch ja nochmal für einen halben Tag Konferenz hier.

00:32:46: Ich würde eine Methode von morgen schon mal vorweggreifen nämlich die der hoffnungsvollen Postkarte.

00:32:52: Was würde denn auf eurer Postkarte stehen.

00:32:57: Ich würde darauf schreiben, bleib dabei!

00:32:59: Wir sind auf einem guten Weg und es gibt viele, viele tolle Menschen die den Weg gemeinsam mit ihr gehen wollen auch wenn sie es manchmal schwierig anfühlt optimistisch und hoffnungsfroh bleiben weitermachen.

00:33:13: Steht da Tropfenhöhl den

00:33:15: Stein?

00:33:18: Ich glaube ich komme nochmal konkreter auf den Ganztag zurück und sage einfach Dass ich hoffe, dass heute in fünf Jahren Bildung viel mehr ist als Wissensvermittlung aus Büchern und aus das was in unserer Mathe oder in unserem Biologiebuch steht.

00:33:35: Und wir als junge Menschen aber genauso die mit uns arbeiten erkennen, dass Bildung so viel größer ist und also viele Facetten hat.

00:33:44: Vielen vielen Dank!

00:33:46: Danke, Andrea Nirstheimer an Sarah Jäger und Dr.

00:33:49: Anna-Maria Seemann!

00:33:50: Das war der Live-Podcast Transformate vor Ort Stimmen aus der Ganztagspraxis.

00:33:55: Ich bin Laura Vorsatz und wünsche Ihnen jetzt einen schönen Abend!

00:33:59: Dankeschön

00:34:02: euch!

00:34:19: Kulturelle Bildung im Ganztag zwischen Rechtsanspruch, Kooperation und Praxis.

00:34:23: Vom zweiten bis dritten Juni, in Berlin.

00:34:29: Julia, Sarah und Anna haben uns hier stellvertretend für die vielen unterschiedlichen Stimmen, die auf der BKJ-Zukunftskonferenz vertreten waren ein Einblick in ihre Perspektiven darin was wichtig ist damit kulturelle Bildungen eine tragende Rolle im qualitativ guten Ganztags spielen kann Deutlich wurde.

00:34:47: ein qualitativ guter Ganztag entsteht nicht durch einzelne Angebote, sondern durch ein gemeinsames Verständnis von Bildung.

00:34:55: Damit kulturelle Bildung ihr Potenzial für Teilhabe Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsgerechtigkeit entfalten kann braucht es verlässliche kommunale Strukturen langfristige Kooperationen und ausreichend Ressourcen.

00:35:08: Kommunales Bildungsmanagement kann dabei die AkteurInnen aus Schule, Jugendhilfe, Kultur und Verwaltung zusammenbringen.

00:35:15: Gemeinsame Ziele entwickeln – und Netzwerke nachhaltig gestalten.

00:35:22: Entscheidend ist das Kinder- und Jugendliche nicht nur Zielgruppe sondern Mitgestalterinnen des Ganztags sind Denn gelungener Ganztag ist ein Ort an dem junge Menschen gerne sind sich ausprobieren können und erleben dass ihre Perspektiven zählen.

00:35:37: Weitere Informationen zur Zukunftskonferenz findet ihr in unseren Shownauts.

00:35:42: Wenn euch die Folge gefallen hat, seid beim nächsten Mal wieder dabei und meldet euch gerne für unsere Newsletter kommunale Bildungslandschaften an!

00:35:51: Den Link findet ihr wie immer ebenfalls in den Shownaut.

00:35:55: Ein großes Danke an unsere Podiums- und Live-Podcastgäste Julia, Sarah & Anna sowie Laura von Feminismus mit Vorsatz für die Moderation und Postproduktion und unsere BKJ-Kolleginnen Sabrina Schleicher, und an Christine Pehlder für die Öffentlichkeitsarbeit.

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