„Nahversorgung mit Kultureller Bildung“
Shownotes
Links und Hintergründe:
- BMBFSFJ-Programm Bildungskommunen
- Fachstelle Kulturelle Bildung im kommunalen Bildungsmanagement
- Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)
- Newsletter Kommunale Bildungslandschaften
- vhs Würzburg & Umgebung
- Bildungsmanagement Landkreis Würzburg
- Bildungskonferenz der Bildungsregion stadt.land.wü.: Kulturelle Bildung gemeinsam gestalten!
Interviewpartner*innen: Sabrina Hüttner, vhs Würzburg & Umgebung, Sinika Liebert, Bildungsmanagement Landkreis Würzburg Moderation: Sabrina Schleicher, Dominik Eichhorn Redaktion: Sabrina Schleicher, Ann-Christine Pilder Produktion: Laura Vorsatz, Feminismus mit Vorsatz Musik: slip.stream Track: „Gold Sitting“, Riverdeep Mountaindue Coverdesign: Büro Gestalten
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00:00:02: Als Volkshochschule sehe ich das ist Teil meiner Aufgabe, dass wir noch eine Nahversorgung mit Bildung vor Ort leisten
00:00:09: können.
00:00:12: Wenn man zu Kulturorten in allen zweiundfünfzig Gemeinden hätte, wäre es natürlich sehr gut!
00:00:16: Das wäre schon sehr cool ja?
00:00:20: Dass wir wirklich uns als diesen Markt für alle verstehen.
00:00:26: Willkommen zur vierten Folge von Transformator der Podcasts für eine kulturelle Bildungslandschaft.
00:00:32: In dieser Reihe schauen wir uns Städte und Gemeinden an, die ihre Bildungslandschaft mit kultureller Bildung weiterentwickeln.
00:00:39: Immer mit der Idee – wie schaffen wir mehr und bessere Chancen für die Menschen vor Ort?
00:00:45: Wir besuchen insgesamt neun Kommunen, die sich auf den Weg gemacht haben, kulturelle Bildung zu stärken!
00:00:52: Alle sind Teil des BMW FSFJ-Programms Bildungskommun.
00:00:56: Uns interessiert, wie sieht das Netzwerk kultureller Bildung eigentlich
00:01:00: aus?!
00:01:01: Wer arbeitet mit wem zusammen?
00:01:03: Wo klappt es schon gut, wo gibt's Herausforderungen und welche Themen treiben die Kommunen gerade um.
00:01:10: Dafür sprechen wir mit Leuten aus Verwaltung Kultur und Bildung.
00:01:15: Wir das ist die Fachstelle kulturelle Bildung im kommunalen Bildungsmanagement bei der BKJ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung.
00:01:26: Wir sind Teil eines Fachnetzwerks und beschäftigen uns mit der Frage, wie kann kulturelle Bildung im kommunalen Strukturen verankert werden?
00:01:35: Mehr dazu packen wir euch in die Show Notes.
00:01:38: Ich bin Dominik Eichhorn von der PKJ und ich begleite euch durch diese Reihe!
00:01:47: Ich habe tatsächlich ein bisschen länger darüber nachgedacht und bin bei einem Ton gelandet, der symbolisch dafür steht wie ich auch die Volkshochschule verstehe.
00:01:56: Nämlich als Türöffner.
00:01:58: also es ist das Geräusch dass unsere Transponder machen wenn wir die Eingangstür öffnen.
00:02:03: Das ist immer ein doppeltes Piepen gefolgt von einem knacksen der Tür Und ich finde das steht sehr schön dafür Dass Wir wirklich das Haus der offenen Türen sein wollen.
00:02:14: Türen öffnen möchten für neue Welten.
00:02:18: Etwas pathetisch, aber tatsächlich ist das die
00:02:20: Idee.".
00:02:23: In dieser Folge sind wir im Landkreis Würzburg zu Gast – einem sogenannten Kragenlandkreis der sich um die kreisfreie Stadt Würzbruck legt.
00:02:33: Wie kommt kulturelle Bildung in die Fläche eines solchen ländlichen Raums mit zweiundfünfzig Gemeinden?
00:02:39: Und welche Rolle spielt dabei ein ganz besondere Akteur kultureller Bildungen nämlich die Volkshochschule?
00:02:46: Was oder wer ist das überhaupt und warum geht es nicht ohne die Engagierten in den Gemeinden vor Ort?
00:02:53: Darüber sprechen wir mit Sinika Liebert vom Bildungsmanagement des Landkreises.
00:02:57: Und mit Sabrina Hütner, der Leiterin der VHS Würzburg und Umgebung.
00:03:04: Vielen Dank dass wir heute hier sagen dürfen und dass wir mit euch über die Potenziale von kultureller Bildung im ländlichen Raum und in ländlichem Räumen sprechen dürfen und insbesondere natürlich über dem Landkreis Würzberg.
00:03:16: Dann
00:03:17: gehen wir zum Einstieg vielleicht erst mal zu dem Ort hier.
00:03:20: Also, wo sind wir überhaupt?
00:03:22: Und was bedeutet für euch die Lebensqualität hier?
00:03:26: Ich kann gern mal anfangen ... Der Landkreis Würzburg beschreibt sich so ein bisschen aus einer sehr offenen Weidenlandschaft hat aber auch Kontraste mit dem Wald und so.
00:03:36: Natürlich auch immer den Main als ruhigen Begleiter dazu.
00:03:41: Ja, das Lebensgefühl ist so ein bissel ... Gelassenheit statt Tempo, Bodenständigkeit mit Genuss auf so Thema Wein und so natürlich.
00:03:52: Es gibt hier ganz viele kleine Orte wo Kultur passiert, kleine Kulturbühne und so.
00:03:57: Überall gibt es ständig irgendein Weinfest, das viel Geschichte und Traditionen hier ja
00:04:03: genau.
00:04:03: ich glaube was man noch so ergänzen kann.
00:04:06: Seneca hat ja schon gesagt also der Main und der Wein sind natürlich prägend für die ganze Region für den Landkreis.
00:04:15: Aber man merkt eben schon die Unterschiede, wenn man jetzt in Gemeinden geht im Landkreist, die nicht so nah vielleicht auch am Main liegen oder mit dem Weinbau nicht viel zu tun haben.
00:04:25: Da sind dann auch andere Traditionen vorherrschend.
00:04:28: also das finde ich immer ganz spannend gerade wenn wir an verschiedenen Orten Nord-Süd Ostwest unterwegs sind.
00:04:36: und es sind teilweise doch große Entfernungen wenn man sich das anschaut.
00:04:41: Knapp ein tausend Quadratkilometer Fläche, zweiundfünfzig Gemeinden fast sechzig Kilometer von Nord nach Süd.
00:04:48: Wer im Landkreis Würzburg von Bergtheim ganz in Norden bis Röttingen im Süden fahren möchte ist gut eine Stunde unterwegs!
00:04:57: Eine echte Herausforderung wenn man Bildung wirklich in die Fläche bringen will.
00:05:03: doch bevor wir tiefer in dieses Thema einsteigen wer sind die beiden die sich in ihrer Arbeit diese Herausforderungen stellen?
00:05:10: Welchen Bezug haben Seneca und Sabrina auch persönlich zu kultureller Bildung?
00:05:15: Ich bin Seneca Liebert.
00:05:16: Und ich bin für das Bildungsmanagement im Landkreis Würzburg zuständig jetzt schon seit knapp zwei Jahren, und wir haben uns ein thematisches Schwerpunkt genommen – und zwar die kulturelle Bildung!
00:05:29: Das finde ich ganz besonders toll, weil ich bin selber in einem sehr kulturaffinen Haushalt aufgewachsen.
00:05:35: Ich war jahrelang auch selbst aktiv im Theater, ich hab ganz lang Theater gespielt.
00:05:41: Das stimmt auch so mit unter die besten Erinnerungen an meine Schulzeit und das ist ein wahnsinniges Privileg aufzuwachsen.
00:05:50: Und es hat natürlich nicht jeder.
00:05:52: Da würde ich sagen, das müssen wir ändern.
00:05:54: Es ist einfach wichtig, dass da jeder Zugang zu hat und kulturelle Bildung schafft ihm genau diesen Zugang zur Kultur und all dem was dazu gehört.
00:06:04: Genau!
00:06:05: Mein Name ist Sabrina Hütner.
00:06:06: Ich bin tatsächlich Leiterin der Volkshochschule seit erstem April und bin seit Jahrzehnten an der Volks-Hochschule Würzburg und Umgebung tätig.
00:06:16: Die kulturelle Bildung ist mir auch ein Herzensthema, das hat auch sehr viel mit meinem beruflichen Werdegang beziehungsweise mit meinem Studium zu tun.
00:06:25: Ich habe Amerikanistik, Kulturwissenschaftler, Englischsprachigen Länder, Pädagogik und noch etwas anderes, wie wer auch noch studiert Und habe schon sehr lange ein sehr großes Fable für Literatur, nicht nur die Englischsprachige sondern Literatur im Allgemeinen.
00:06:41: Hab mich mehr dem politischen Theater zugewandt und sehe da eben auch das große Potenzial dass eben kulturelle Bildung auch für eine gesellschaftliche politische und demokratische Bildung hat.
00:06:52: Was mir eben auch noch wichtig ist – und das sehe ich so als Ansporn für das Ganze Gerade im ländlichen Raum finden wir ja viele, ich sag mal, Rationalisierungsprozesse.
00:07:04: Also die Supermärkte beziehungsweise die kleinen Läden verschwinden.
00:07:09: Wir haben keinen Bäcker mehr vor Ort, keinen Metzger mehr vor ort.
00:07:14: und als Volkshochschule sehe ich das eben auch Teil meiner Aufgabe dass wir noch eine Nahversorgung mit Bildung vor Ort leisten können Und manchmal ist das eben dann auch nur die ... Nur in Anführungszeichen, die Unterstützung von bereits Ortsansässigen.
00:07:29: Aber dass es eben auch Teil meiner Mission und meiner Passion, dass wir das einfach gut und ja im Endeffekt weit betreuen, das ist ganz wichtig.
00:07:41: Dann vielleicht zur VHS an.
00:07:42: was denkst du Senika?
00:07:43: Wenn du VHS hörst...
00:07:45: Also da kommt mir sofort der Begriff lebenslanges Lernen in den Kopf Natürlich immer verbunden mit Neugier.
00:07:52: Es gibt niedrigschwellige und vor allem lebensnahe Angebote, also auch sehr praktisch bezogen und auch Thema Alltagskompetenz und so.
00:08:00: Dann denke ich natürlich an Weiterbildung Begegnung und Integration und Inklusion Und natürlich auch Kultur und Kreativität.
00:08:09: Einfach eigentlich ein Bildungsort der für alle da ist und zu gar nicht elitär zum Glück.
00:08:16: Das freut uns natürlich immer, wenn wir solche Einschätzungen oder Definitionen hören.
00:08:22: Teil unseres Auftrags, aber auch unsere Selbstverständnisse.
00:08:27: Das lebenslange Lernen zu ermöglichen und möglichst ohne Grenzen zu denken.
00:08:32: Ich freue mich immer, wenn Leute auf mich zukommen und sagen, das hätte ich nicht gedacht, dass es das bei euch gibt.
00:08:37: Und das ist eben der Anspruch, den wir an uns selbst haben, dass wir uns vielleicht nicht immer neu erfinden, aber dass wir nicht stehen bleiben.
00:08:45: Also dieses wirklich sich selbst entwickeln lebenslang ... Das leben wir auch, also versuchen es zumindest.
00:08:52: Also auch im Programm sozusagen?
00:08:53: Ja ja genau!
00:08:55: Und wie wichtig sind die Angebote von kultureller Bildung im Gesamtprogramm?
00:09:00: Sehr wichtig, also das ist bei uns einfach auch eine tragende Säule.
00:09:04: Also wir haben jetzt eben gerade auch im Landkreis neue Angebote, die wir auf den Weg bringen und dass es sehr breit gefächert.
00:09:11: Das geht nicht immer nur darum, dass man sozusagen ein Musikinstrument lernt oder vielleicht zeichnet sondern es geht wirklich zu schauen inwieweit kann denn einfach auch die kulturelle Bildung was zu einer Weite Sinne Demokratiebildung beitragen.
00:09:27: Also wir versuchen da auch eben immer Bereiche miteinander zu verknüpfen und da haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, und da hat man viele verschiedene Formate und die sind mitunter von uns sozusagen initiiert.
00:09:39: manchmal sind es aber dann eben auch von Kursleitungen oder Menschen vor Ort, die sagen Mensch so was wäre toll wenn wir das machen könnten.
00:09:46: Also es ist ein ganz wichtiger Pfeiler in unserem ganzen Programm.
00:09:51: Es wäre tatsächlich undenkbar, dass wir einen VHS-Programm ohne Kultur hätten, ohne kulturelle Bildung.
00:09:59: Du hast das gerade ja schon angesprochen?
00:10:01: Das ist nicht nur die Stadt Würzburg sondern ihr habt eben auch viele Außenstellen, die ihr bespielt.
00:10:06: Kannst du da ganz kurz noch so ein paar Eckpunkte geben für uns?
00:10:10: Genau!
00:10:11: um die zweiundfünfzig Gemeinden im Landkreis Würzburg.
00:10:14: Wir haben aktuell nur noch dreizehn wirkliche Außenstellen, also in dem Sinne wo wir Außenstellendeitungen haben und konkret Ansprechpersonen haben.
00:10:23: aber wir haben neben diesen dreizehnt außen Stellen nochmal dreizehn Gemeinden, in denen wir Veranstaltungen anbieten.
00:10:32: Vielleicht können wir sozusagen einen Blick rein geben was für euch die größten Herausforderung oder die größte Hürden sind?
00:10:41: Eine große Herausforderung sehe ich natürlich, dass wir alle mitnehmen.
00:10:44: Also gerade in so einem großen Flächenlandkreis möchte man dann auch wirklich niemanden benachteiligen und auch die verschiedenen Gegebenheiten verort berücksichtigen und die verschiedenen Bedürfnisse.
00:10:55: Und um Strukturen nachhaltig zu verankern wäre es natürlich erst mal wichtig eine Bedarfsanalyse zu machen und das Bildungsmonitoring könnte da sehr gut helfen.
00:11:05: Ein Raumentwicklungskonzept gegeben und falls... und eben die mobilen und aufsuchenden Angebote.
00:11:12: Das ist aber auch der politische Wille total wichtig, dann auch dementsprechend zu handeln und das nicht einfach nur zu sagen.
00:11:21: Und das betrifft natürlich auch nicht nur die Finanzierung.
00:11:25: Und ein erster guter Schritt wäre auch die Transparenz zu stärkende Angebote, weil es gibt ja schon total viel Tolles hier – manchmal nicht ausreichend bekannt und kann dementsprechend nicht wahrgenommen werden.
00:11:38: Ja, aber da an sich bin ich da ganz positiv gestimmt weil die Vorteile des Landkreises einfach sind dass es hier schon per se eine starke Kulturlandschaft gibt und ein starkes Ehrenamt wo einfach ganz viel Engagement und Bereitschaft herrscht.
00:11:54: Ich finde, du hast schon ganz viele wichtige Punkte gesagt.
00:11:56: Gerade die Sichtbarkeit ist sicherlich ein ganz großes Thema weil ich bin da hundertprozentig überzeugt von dass es für jedes Angebot eine Nachfrage gibt.
00:12:05: man muss nur das Match herstellen und das ist nicht immer einfach.
00:12:08: wo ich aber sagen muss und das hat vielleicht auch so ein bisschen was mit meinem naturell und auch so mit dem wie wir arbeiten zu tun Wir sind mehr Hands on!
00:12:16: Wir machen Sachen.
00:12:17: Also das ist eben ganz wichtig, ich finde es wichtig dass es so was wie ein Monitoring gibt, dass es Bedarfsanalysen gibt aber mir dauert das zu lange.
00:12:24: und das ist tatsächlich etwas wo wir einfach mitunter auch ins kalte Wasser springen und sagen wir machen das jetzt ja und überlegen dann gar nicht lange ob oder ob nicht und für und wieder und auch manchmal natürlich zu Lasten der Frage können wir alle mitnehmen
00:12:40: Einfach mal in das kalte Wasserspringen und Machen!
00:12:43: Ist das einer der Vorteile von ländlichen Räumen?
00:12:46: dass man hier im kleinen Experimentier freudiger sein kann?
00:12:50: Wir haben nachgefragt, warum finden sich in ländlichen Räumen besonders gute Bedingungen für kulturelle Bildung.
00:12:57: Was ist hier einfacher als im städtischen Umfeld?
00:13:00: Ich denke dadurch das oft doch viel traditionsbehaftet ist gibt es dann auch viele Anknüpfungspunkte.
00:13:07: also ich komme selber von einem relativ kleinen Dorf ursprünglich knapp fünfhundert EinwohnerInnen Und da gab es jedes Jahr das Dorffest.
00:13:16: Da ist das ganze Dorf hingegangen, und das war ein guter Anknüpfungspunkt, weil das gibt's hier sonst auch nicht in der Stadt.
00:13:25: Es gibt viel unterschiedliches, total lebendig ... Man braucht dann gar nicht diesen einen Anknüpfungspunkt, weil sowieso so viele unterschiedliche Menschen gibt, die ganz unterschiedliche Interessen haben.
00:13:36: Aber ich denke, dass das im ländlichen Räumen wirklich ein gut anknüppungspunkt wäre.
00:13:41: Und wenn man dann mal irgendwie eine Veranstaltung macht, findet man ganz schnell viele Leute, die sagen, was wollen sie auch machen und vielleicht selber mit anpacken?
00:13:51: Ja.
00:13:51: Ich denke noch in Zukunft, dass du es schon gesagt hast, mit dem Anknüpfungspunkt ist einfach das wir nicht dieses Überangebot haben.
00:14:00: Wenn man's jetzt mal positiv wenden wollte ... Mir ist dann auch jetzt vielleicht so als Pendant nicht das Dorf festgekommen, was in vielen Gemeinden im Landkreis Würzburg stattfindet.
00:14:14: Sondern gerade zu Fasching ist wirklich in jeder fast noch so kleinen Gemeinde ein Umzug und da gibt es beispielsweise wirklich dann so Gruppen und das sind auch wirklich alterstechnisch bunt gemischt die bauen dann einen Faschingswagen und bemahlen den und geben da eine Mühe rein und das geht wirklich weit Über dieses, naja wir wollen an diesem Umzug teilnehmen hinaus.
00:14:37: Also da ist so viel Kreativität und so viel Engagement in diesen ganzen
00:14:41: hineingesteckt.".
00:14:44: Es wird deutlich – ländliche Räume brauchen Menschen die Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und Angebote schaffen!
00:14:52: Die Volkshochschule trägt dazu bei solche Angebote bereitzustellen.
00:14:56: Jeder kennt die VHS aber wie funktioniert sie eigentlich?
00:15:00: Wer entscheidet, was im Programmheft landet und warum hat die Volkshochschule in Bayern sogar Verfassungsrang?
00:15:07: Wir wollten das genauer wissen.
00:15:09: Ich versuche es ganz knapp zu halten aber es wird trotzdem etwas ausführlicher werden.
00:15:12: da muss ich schon mal gleich warnen weil Volkshochschule ist nicht gleich Volkshochoschule Und gerade in Bayern haben wir eben ganz verschiedene Volkshochi-Schulen.
00:15:20: Es liegt einfach daran dass die Volkshauchschulen unterschiedliche Rechtsformen haben.
00:15:25: Volkshocheschule Würzburg und Umgebung ist ein eingetragener Verein Mit einer kommunalen Spitze, das heißt unser Vorstand setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Stadtrats plus Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern aus dem Landkreis.
00:15:39: Das ist paritätisch besetzt.
00:15:41: Unser Vorstandsvorsitzender ist Quarant immer der Oberbürgermeist oder die Oberbürgermeisterin der Stadt Würzburg.
00:15:47: Finanzvorstand ist ein Mitglied der Chemerei.
00:15:50: so
00:15:51: Das sind wir.
00:15:53: Jetzt gibt es aber und das ist mehr oder weniger direkt angrenzend an den Landkreis, Volkshochschulen.
00:15:58: die sind dann komplett kommunal.
00:16:00: also das heißt sie gehören wirklich zur Kommune, sind dort auch meistens in den Rathäusern, sind auch haushaltstechnisch dann eben dort verortet.
00:16:08: Dann gibt es die Volkshochschulen, die als GG im BH unterwegs sind.
00:16:13: Und dann gibt es noch Zweckverband Volkshochschulen – das kann man sich immer am besten erklären wenn man so an die Müllabfuhr denkt.
00:16:18: also das heißt Gemeinden tun sie zusammen und sagen dafür dass der Müll entsorgt ist oder wird.
00:16:24: So jetzt hat man in Bayern eine besondere Situation, dass Volkshochoschulen Verfassungsrang haben.
00:16:30: Also
00:16:30: d.h.,
00:16:30: die Volkshofschulen sind in der Bayerischen Verfassung explizit genannt als diejenigen, die für die Erwachsenenbildung im Land zuständig sind.
00:16:40: Das ist eine besondere Rolle, weil wir dadurch natürlich auch einen Auftrag haben und die Kommunen aber auch eine Verpflichtung
00:16:47: haben.".
00:16:48: Ganz zu Anfang hatten wir schon zu diesen Werten und Grundsätzen gesprochen.
00:16:53: Sinika hat ja gesagt, wenn sie an VHS denkt, denkt sie an Bildungsgerechtlichkeit, an geringe Zugangshürden, niedrig-schwellige Angebote und lebenslanges Lernen.
00:17:04: Warum ist denn das Konzept so bestechend?
00:17:06: Wenn man auf diese Aspekte jetzt guckt...
00:17:08: Ja, was einfach schon mal ganz wichtig ist und das ist ja die Grunddefinition der Volkszuschulen.
00:17:15: Dass die Volkszuschuhe eben nicht parteilig gebunden sind über konfessionell sind Und ich mag tatsächlich in der heutigen Zeit nicht mehr so gerne das Wort neutral weil wir sind nicht neutral.
00:17:26: Wir haben eine politische Haltung und Die haben wir auch letztes Jahr ganz bewusst bei der Landestagung in Aschaffenburg verabschiedet.
00:17:32: Wir sind entschieden demokratisch.
00:17:35: Das heißt aber auch, dass wir natürlich mit antidemokratischen Kräften entsprechend nicht zusammenarbeiten möchten.
00:17:41: Aber ich glaube das ist eben ein ganz wichtiger Punkt, dass es bei uns nicht darum geht welche Hintergründe jemand hat sondern dass wir wirklich uns als diesen Jahr im Grunde Markt für alle verstehen.
00:17:56: Mit Blick auf die beschriebene Struktur und die Werte der VHS wird deutlich, gerade in ländlichen Räumen ist die VHS eine wichtige Kooperationspartnerin um die lokale Bildungslandschaft mit kultureller Bildung auszubauen.
00:18:11: Nicht umsonst werden bereits in der Aachener Erklärung des Deutschen Schädtetags von seven Folkshochschulen als Eckpfeiler der öffentlichen Infrastruktur in der Bildung beschrieben.
00:18:22: Wir wollten gerne erfahren, welche KooperationspartnerInnen gibt es im Landkreis Würzburg sonst noch vor Ort?
00:18:28: Und wie wichtig ist die VHS-Würzburg und Umgebung für das Netzwerk und die Arbeit von Cynica.
00:18:35: Arbeiten Bildungsmanagement und Volkshochschule konkret zusammen – und profitieren beide davon?
00:18:42: Natürlich ist die VRS ein ganz großer Player für uns genauso wie die Sing- und Musikschule!
00:18:47: Allgemein würde ich aber auch einfach sagen, Bildungseinrichtungen und Betreuungseinrichten sind für uns wichtig.
00:18:53: Auch Senioreneinrichtungen zum Beispiel oder einfach weitere Vereine.
00:18:57: und ich sage es mal intern im Landratsamt ist natürlich das Bildungsmanagement dafür zuständig die kulturelle Bildung zu stärken Und wir arbeiten da ganz eng zusammen mit der Kulturförderung des Landkreises.
00:19:09: Was natürlich sehr wichtig ist für uns sind unsere schon bestehenden Kulturenetzwerke, also Netzwerke Richtung Museum, Theaterleihen spielen Gruppen auch der Kulturregionsbeirat und auch aktive das Kulturherbsts.
00:19:22: Dann aber auch selber einfach die Kulturräume und Orte auf dem Schirm zu haben und mal vorbeizuschauen und sich das bewusst zu sein.
00:19:33: Du meintest vorhin so schön, ihr seid mehr Hands-on.
00:19:36: Ihr könnt nicht auf die Bedarfsanalyse warten und aus dem Monitoring, sondern ihr macht erst mal.
00:19:41: Das finde ich super, weil genauso was brauchen wir eben auch?
00:19:44: Weil wir haben natürlich unseren Rahmen in dem wir quasi Handlungsspielraum haben.
00:19:49: Und ihr habt euren ... Ich hab das Gefühl, dass wir da auf beiden Seiten machen, was wir können.
00:19:54: Und ins Doingcom ist total wichtig!
00:19:56: Ich denke an sich kann man wahnsinnig davon profitieren, dass sie breit vernetzt arbeitet Und auch von euch.
00:20:03: das Bild in der breiten Bevölkerung ist einfach vorherrscht, dass ihr wirklich so Bildungszugänge für alle schafft.
00:20:11: Einfach offene zugängliche Bildung für alle.
00:20:13: Ihr habt dann auch Erfahrungen mit vielfältigen Zielgruppen, seid natürlich die ideale Plattform für Allianzen und könnt als Raum sowohl physisch als organisatorisch dienen wie Multiplikatoren sowieso ... Und ihr seid einfach total eng mit den kommunalen Strukturen so verbunden.
00:20:33: Ansonsten würde ich unsere Zusammenarbeit auf jeden Fall ausbaubar beschreiben, weil die Potenziale dann noch nicht ausgeschöpft sind.
00:20:40: Aber grundlegend strategisch in die gleiche Richtung blicken trotzdem aus verschiedenen Perspektiven was total wertvoll für uns ist und einfach auf Augenhöhe genau.
00:20:51: Für uns ist es eben ... als Volksgeschule, Würzburg und Umgebung auch ganz wichtig die Rückendeckung eigentlich vom Landkreise- und vom Landratsamt an der Stelle zu haben.
00:20:59: Also dass wir halt auch wissen das was wir tun ist auch durchaus gewollt und gutiert.
00:21:05: deswegen es ist ganz wichtig dass wir uns da halt auch regelmäßig austauschen und halt eben auch darüber verständigen was der Stand ist wo wir hin wollen und was vielleicht einfach noch zu tun ist an der stelle.
00:21:17: Und wie gesagt Wir sind immer eher so die gleich machen aber brauchen dann natürlich oft kurz oder lang einfach auch mal das große Bild.
00:21:25: Das große Bild braucht es, damit kulturelle Bildung in die Fläche des gesamten Landkreises gebracht werden kann.
00:21:32: Über Ankerpunkte und Raumentwicklungspläne denken Sinika und ihre Kolleginnen im Bildungsmanagement im Landratsamt aktuell sehr viel nach und entwerfen Strategien diese auszubauen.
00:21:46: Doch etwas anderes ist ebenso wichtig!
00:21:48: Der Blick auf die Bedarfe und Wünsche der Menschen vor Ort.
00:21:53: Wie kriegt man das überhaupt hin, der kulturelle Bildung an bestimmten Punkten zu verpflanzen?
00:21:58: Und jetzt wenn du sagst wir haben dreißig Gemeinden von zweiundfünfzig dann ist es ja schon eine ganz gute Zahl.
00:22:06: Auf jeden Fall.
00:22:07: Das ist eben auch was, was uns ganz wichtig ist.
00:22:09: Es ist nach wie vor so ... es reicht nicht, wenn man nur eine E-Mail schreibt.
00:22:14: Man muss wirklich vor Ort einfach auch mal Gesicht zeigen mit den Leuten ins Gespräch kommen und uns ist halt immer ganz wichtig, das ist eigentlich auch der einzig sinnvolle Ansatz zu fragen, was wollt ihr denn?
00:22:26: Was braucht ihr dann?
00:22:27: Weil ansonsten hat man immer dieses Problem, dass wir von der Stadt nach außen kommen und sozusagen jetzt den Gemeinden im Landkreis sagen, ihr müsst jetzt auch mal das und das machen.
00:22:39: Weil das machen wir in der Stadt.
00:22:41: Es geht ja nicht darum dass wir was wegnehmen aber die Bildung, die Möglichkeiten nahe an die Menschen bringen.
00:22:47: Das sind ja auch im Grunde Nachhaltigkeitsziele, die wir verfolgen.
00:22:53: Wir wollen nicht, dass die Menschen irgendwie fünfzig- sechzig Kilometer durch die Gegend fahren um an einer Veranstaltung teilzunehmen sondern im Idealfall laufen sie von ihrem Haus und ihrer Wohnung ein paar Straßen weiter und da findet was statt oder sie fahren vielleicht wenn Sie in einem kleinen Ortsteil wohnen mit dem Fahrrad in den nächsten Ortsteilen.
00:23:10: das ist so bisschen.
00:23:11: meine Traumvorstellung wird schon viel sich entwickeln.
00:23:16: Das Wichtige ist einfach, dass man jetzt schaut das es nicht stockt weil es natürlich gerade mit immer knapper werdenden Kassen und natürlich auch ja nicht allzu rosigen Aussichten was die Welt wirtschaft angeht sind viele sehr zögerlich und ich glaube das ist natürlich immer so ein bisschen der Spagat den wir vollziehen müssen Und gleichzeitig das vielleicht noch als letzten Punkt, was natürlich auch wichtig ist.
00:23:41: Dass auch kulturelle Bildung entsprechend honoriert wird also wirklich auch monetär honoriert werden.
00:23:46: es kann nicht sein dass wir uns da nur auf ehrenamtliche Kräfte verlassen und immer sagen naja die machen das schon!
00:23:52: Die machen das ja seit zwanzig dreißig Jahren.
00:23:54: warum sollten sie jetzt nicht weitermachen?
00:23:56: Das ist einfach eine Form von Ausbeutung.
00:23:58: ich glaube generell im Bildungsbereich, aber besonders im Bereich der kulturellen Bildung ist diese Idee der Selbstausbeutung ganz groß.
00:24:06: Und das ist eben was wo wir schon versuchen gegenzusteuern?
00:24:09: Ich finde es auch ein ganz wichtigen Punkt dass es wirklich angemessen honoriert wird weil gerade in diesen Bereichen einfach wie du sagst die Leute arbeiten die machen das wirklich weil sie da selber eine Leidenschaft haben und das total wichtig finden.
00:24:22: und Es kann einfach nicht sein dass sie das alles alleine tragen müssen und dafür nicht ausreichend honoriert werden.
00:24:27: Ja
00:24:28: absolut.
00:24:29: Und ein Punkt, den du ja schon gesagt hattest war eben dass die Leute oft gar nicht wissen wer der Ansprechpartner jetzt ist.
00:24:38: Ich glaube es hat auch wirklich nicht jeder Zeit und Nerv sich überall durch zu telefonieren sondern das wäre halt gut wenn wirklich klar ist ich möchte irgendwas Richtung kulturelle Bildung machen.
00:24:52: Außerdem denke ich, dass ja vor Ort bekannte Gesichter auch dann andere Leute vor allem motivieren können was zu machen und aktiv zu werden.
00:25:00: Deswegen ihnen Partner und aktive Vorort total wichtig sind.
00:25:03: Also das ist eine Mischung aus den Bedarfen vor Ort und auch den Kursleitungen vor Ort weil natürlich... Das ist immer so ein bisschen sag' ich der Wirmutstropfen wenn wir als Planende da Volksverschulen immer denken Wir sind die Volksverschuhe!
00:25:15: Wir sind nicht die Volksschule.
00:25:16: für die Leute ist die Volks-Schule vielleicht der Kurs bei der Brigette am Dienstagabend.
00:25:21: So ist das.
00:25:22: Das ist die Volkshochschule, ja?
00:25:23: Und wir können da viel über Imagekampagnen und über CI und Branding und was weiß ich reden und immer quasi uns mit tollen Ideen beschäftigen.
00:25:33: aber de facto brauchen wir einfach auch Machende vor Ort.
00:25:37: Was wir jetzt eben noch machen wollen um Menschen anzusprechen, die entsprechenden Ideenqualifikationen vor Ort haben und es vielleicht auch vor Ort umsetzen möchten gezielt Kursleiter aquärieren wollen, die eben in den Orten sind.
00:25:52: Und da wollen wir eine Anzeige schalten und eben darüber einfach auch die Leute... Also nur mal diese Idee, auch in deren Köpfe pflanzen.
00:25:59: Mensch ich könnte doch auch was beider Volkshochschule für die Volkshoche machen oder vielleicht selbst etwas machen ja!
00:26:04: Und dann ist es natürlich so man braucht Fürsprecher.
00:26:07: deswegen bin ich wirklich auch ganz froh dass wir da einen guten Draht auch ins Landratsamt haben.
00:26:12: Wir versuchen das hatte ich vorhin schon gesagt jetzt auch mit allen neuen oder wiedergewählten Bürgern Meisterinnen und Bürgermeistern ins Gespräch zu kommen, um einfach auch nochmal zu sagen hey wenn was ist wir sind auch da.
00:26:26: Von Sabrina wollten wir erfahren gibt es ein Beispiel in dem es gut funktioniert dass ein Angebot kultureller Bildung aus dem Ort selbst und mit den Menschen vor Ort entsteht?
00:26:37: Wir haben eine Außenstelle.
00:26:38: das ist ein ganz tolles Beispiel.
00:26:40: da ist aber natürlich auch viel Initiative vor Ort vorhanden.
00:26:43: die haben einen Volkshochschulkurs ich glaube der den gibt es wirklich schon ewig.
00:26:49: Die erforschen in diesem Volks- und Schulkurs die Geschichte ihres Ortes, also das geht wirklich um die Geschichte und die Geschichten des Ortes.
00:26:58: Die schauen dann auch, also nicht nur irgendwelche Dokumente an.
00:27:01: Die machen dann auch aktiv Feldstudien.
00:27:04: Also die gucken sich die Häuser an und gehen da teilweise im Grunde in die Seniorenunterkünfte mit den Leuten, die früher gewohnt haben und so was.
00:27:12: Und das ist halt ganz toll, weil da einfach eine Chronik entsteht, die aber von den Menschen selbst kommt.
00:27:18: Das hat eigentlich gar nicht dieses Muffige angestaubt ist, sondern es ist ein ganz aktiver, auch zukunftsgewannter Prozess.
00:27:27: Wie lebendig und aktiv die Kulturszene und die Akteurslandschaft kultureller Bildung im Landkreis Würzburg auch insgesamt ist, wird jedes Jahr während des Kulturherbstes besonders sichtbar.
00:27:38: Dieses bereits seit neunzehntneunzig veranstaltete Event ist ein etabliertes und beliebtes Format im Land Kreis Würztburg.
00:27:46: Über mehrere Wochen finden überall im Landkreisausstellungen Konzerter- und kulturelle Begegnungen statt getragen vom Engagement der Vereine, den Gemeinden und dem Kulturschaffenden.
00:27:58: Vom XXV September bis XVIII Oktober, ist es auch in diesem Jahr wieder soweit mit einer Innovation die kulturelle Bildung noch sichtbarer machen möchte – eine Bildungskonferenz zur kultureller Bildung am Eröffnungstag.
00:28:15: Genau so grundsätzlich ist das ja unsere Idee dass wir auch einzelne Formate vor Ort machen.
00:28:20: Auf der anderen Seite wollen wir natürlich auch, ich sage jetzt mal größere Veranstaltungen, wo dann hoffentlich alle kommen machen.
00:28:29: Wo die verschiedensten Themen aus ganz verschiedenen Blickwinkeln einfach betrachtet werden.
00:28:34: und daher ist es eben unsere Idee den Kulturherbst, der ist ja wirklich ein gut bekanntes Gutbesuch des etabliertes Formates im Landkreis zu verbinden mit einer Bildungskonferenz im Vorlauf zu dem Thema kulturelle Bildung Also was Neues mit Altbekannten zu verknüpfen, um eben schon Leute die sowieso zum Kulturherbst oder zur Eröffnung gekommen wären anzusprechen.
00:29:00: Wir erhoffen uns davon einfach dass die verschiedensten Akteure, Multiplikatoren und Interessierte aus Politik, Verwaltung, Kultur und natürlich auch Breite Öffentlichkeit zusammenkommen und sich über wichtige Themen zur kulturellen Bildung austauschen sich Tipps holen, Radholen einfach nur Kontakte holen.
00:29:18: Inspiration zu bekommen und das idealerweise dadurch neue Netzwerke entstehen beziehungsweise die bestehenden Netzwerken auch ausgebaut werden und einfach erweitert werden um Personen und damit ja auch um neue Perspektiven.
00:29:32: Wir wollen da auch schauen dass wir vor allem auch jüngere Menschen ansprechen Und hoffen so aus der Kombi aus Workshops, Austauschformaten und Input dass man im Anschluss sozusagen diese feierliche Eröffnung hat und einen besonderen schönen Abend, so ein bisschen wie als Belohnung.
00:29:47: Also damit man auch wieder weiß was man macht, warum man das macht.
00:29:51: Ja es soll so ein bischen die Diskussion um aktuelle Herausforderungen, Chancen und innovative Ansätze bei der kulturellen Bildung gehen.
00:29:59: Das ist unsere Grundidee.
00:30:01: Es sind gespannt!
00:30:03: Was können andere ländliche Regionen mit Blick auf euren Ansatz für die kulturelle Bildung in einem Flächenlandkreis wie Würzburg Lernen?
00:30:12: Was würdet ihr da schon verantworten?
00:30:14: Ich glaube, in die Fläche zu tragen.
00:30:16: Weil es gibt viele Landkreise oder eben so, die jetzt vielleicht von der Struktur ähnlich sind.
00:30:21: Also vielleicht jetzt hier unbedingt mit diesem Kragenlandkreise aber mit dem großen Landkreis um eine Stadt herum wo einfach diese Idee des Zentrums mehr ausgebaut wird und immer stärker halt auch so diese Fokussierungen auf die Stadt.
00:30:32: Und wir versuchen ja jetzt gerade auch so ein bisschen in umgekehrten Weg, dass wir es ja in die Breite tragen wollen.
00:30:37: also eigentlich nicht Konzentrationsprozesse sondern eher Streuungseffekte wenn man so möchte.
00:30:44: ich glaube das kann man schon als irgendwo eine Art Ja... Ich weiß nicht ob's jetzt ein Vorbild ist aber es ist zumindest etwas was andere vielleicht auch bedenken sollten.
00:30:54: Ich kann mich dem nur anschließen, die Angebote von den Menschen und den Orten herausdenken.
00:31:00: Und das in die Breite zu streuen, um eben ganz verschiedener anzusprechen.
00:31:05: Ansonsten würde ich sagen als Tipp auch einfach mal träumen also ob dann die große Idee dann wirklich irgendwie umgesetzt werden kann oder nicht ist zweitrangig weil wenn man einfach groß träumt und viel Hoffnung hat, gibt es einfach ganz viele Rauben für neue Ideen und Ansätze.
00:31:23: genau träumen
00:31:24: oder einfach außerhalb der Box denken und machen.
00:31:29: Träumen – das ist unser letzter Stichwort, dass wir im gemeinsamen Gespräch mit den beiden aufgreifen wollten!
00:31:36: Wir wollten wissen wie sie aus die perfekte kulturelle Bildungslandschaft im Landkreis Würzburg in der kulturellen Bildung all ihre Potenziale entfalten kann?
00:31:47: Also wenn ich jetzt wirklich so ganz frei eine Vision äußern darf dann natürlich erstmal Die Bewusstseinsbildung ist ganz wichtig.
00:31:55: Dass wirklich klar ist, kulturelle Bildung stärkt einfach den Zusammenhalt und die Resilienz oder das Wichtig für die individuelle Entfaltung und auch Selbstwirksamkeit so.
00:32:05: Und deswegen wäre es natürlich toll wenn kulturell Bildung vor Ort sichtbar und zugänglich ist.
00:32:12: Dafür braucht's eine vernetzte Akteurslandschaft, engagierte Menschen, die als Multiplikatorennern wirken.
00:32:19: Die kulturelle Bildung hat grundsätzlich eine starke Stimme, also wird auch zum Beispiel in die Politik reingetragen und da mal mitgedacht.
00:32:27: Und einfach dass die kommunalen Strukturen das Ganze auch aktiv mittragen.
00:32:32: Das wäre so wie ich mir das wünschen würde ... Ja!
00:32:35: Wenn man zu Kulturorte in allen zweiundfünfzig Gemeinden hätte, wär das natürlich sehr gut.
00:32:40: Sehr
00:32:40: cool ja.
00:32:42: Aber es geht eigentlich genau um die Richtung, die mir so vorschwebt und wo ich vielleicht auch Wir wünschen, dass sich die kulturelle Bildung gerade im Landkreis hinentwickelt.
00:32:52: Das ist eben diesen ja doch schon stattfindenden Prozess der Verwüstung und also nicht Verwüstung in Sinne von Zerstörung sondern wirklich einfach Entlehrung das es dem Ganzen entgegen wirkt und dass wir auch schaffen, dass Begegnungsstätten entstehen.
00:33:10: Ich finde das super wichtig, dass du das sagst mit den Begegnungen Also wirklich, dass ich da Leute treffe, die sich vielleicht sonst im Alltag einfach nicht über den Weg laufen werden.
00:33:18: Das führt natürlich auch dazu, dass man dann vielleicht in einem Töpferkurs jetzt mal ganz konkret gesprochen eine Nebenerwerbsbäuerin neben dem IT-Spezialisten sitzen hat.
00:33:30: Die vielleicht auch erst mal nichts miteinander anfangen können oder keine Themen jetzt gemeinsam hätten, war ganz überspitzt gesagt.
00:33:35: aber dann vielleicht auch über dieses... Ja, im Endeffekt erleben von kulturellen Techniken dann auch in Gespräch kommen und Gemeinsamkeiten finden.
00:33:44: Genauso ist es natürlich dann auch über Generationen hinweg.
00:33:48: also ich bin da eine unverbesserliche Idealistin dass sich halt hoffe das man dann einfach auch verschiedene Altersgruppen zusammen bringt Also jetzt nicht nur die Enkel mit ihren Großeltern sondern wirklich dass das halt auch ohne familiäre Bande einfach funktioniert Und natürlich auch Dann im Sinne der Integration und Inklusion, dass es wirklich halt über Grenzen hinweggeht.
00:34:09: Und da ist noch viel
00:34:10: Arbeit.".
00:34:12: Das war die vierte Folge von Transformator – der Podcast für eine kulturelle Bildungslandschaft!
00:34:18: Heute haben wir die VHS als einen wichtigen Player für kommunale Bildungslandschaften insbesondere verländliche Räume kennengelernt Eine Institution, die für die Nahversorgung mit Bildung und kultureller Bildung vor Ort sorgt.
00:34:32: Die Menschen in den Gemeinden animiert selbst aktiv zu werden – und in ihren Angeboten lebensbegleiten das Lernen ermöglicht und dabei auch verschiedenste Generationen verbinden kann!
00:34:44: Mit der Rückendeckung vom Landkreis und einer guten Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Bildungsmanagement, so wie es Sinica und Sabrina halten sind die Wegweiser- und Ankerpunkte gut gesetzt um kulturelle Bildungen im Landkreist Würzburg wirklich in die Fläche zu bringen.
00:35:00: Und starke Netzwerke auszubauen!
00:35:05: Wir danken Sinica & Sabrina für ihre Einblicke in ihrer Arbeit, ihr Gedanken und Ideen.
00:35:11: Für Informationen zum Kulturherbst und der Bildungskonferenz zu kultureller Bildung schaut gerne in unsere Shownotes.
00:35:19: Wenn euch die Folge gefallen hat, seid beim nächsten Mal wieder dabei und meldet euch gerne für unseren Newsletter kommunale Bildungslandschaften an!
00:35:27: Den Link findet ihr wie immer ebenfalls in den Shownauts.
00:35:31: Ein großes Danke an unsere Gästinnen, die unsere Kollegin Sabrina in Würzburg so freundlich empfangen haben an Angristin Pilder für die Öffentlichkeitsarbeit und ein lauter Vorsatz von Feminismus mit Vorsatz für die Unterstützung bei der Podcastproduktion.
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